Bründlmayer Brut Rosé
Gekeltert wurde der Brut Rosé zirka zu gleichen Teilen aus unseren drei roten Hauptsorten: Pinot Noir, Zweigelt und St. Laurent. Die Trauben wurden dabei zwischen der dritten Woche September und zweiten Woche Oktober gelesen.
Die Grundweine der einzelnen Rebsorten wurden getrennt ausgebaut und vollzogen auch die malolaktische Gärung. Im Anschluss wurde die Cuvée erstellt, wobei beim Zweigelt die etwas kräftigeren Chargen für den stillen Rosé-Wein verwendet wurden.
Bründlmayer Brut Rosé wird genau wie unser Jahrgangssekt nach der „traditionellen Methode“ erzeugt, also wird der Grundwein mit Zucker und Hefe versetzt, in Flaschen gefüllt, und nach der zweiten Gärung und einer längeren Lagerung auf der Hefe in die Rüttelpulte aufgesteckt. Durch das Abrütteln des Sektes wird die Hefe in den Flaschenhals befördert, um sie im Anschluss zu entfernen. Wir degorgieren im Haus „à la volée“, das heißt, der im Flaschenhals befindliche Hefepfropfen wird nach Entfernen des Kronenkorks ohne Einfrieren durch den Eigendruck der Flasche ins Freie befördert. Dann wird der fehlende Teil aus einer bereits degorgierten Flasche ergänzt, diese wird verkorkt und mit dem klassischen Drahtgeflecht (Agraffe) gesichert.
Beschreibung:
Helles Lachsrosa mit rotgoldenen Reflexen, feines anhaltendes Mousseux, zarter aber sehr animierender, fruchtig-würziger Duft, mit Anklängen von Kirschen und Walderdbeeren, ein Hauch Zitrus, Karamell-, Hefenoten, fruchtbetont und cremig, dahinter vielschichtig am Gaumen, mit eleganter Säure und mineralischem Extrakt, ausgesprochen harmonische Struktur.
Kostnotiz Walter Kutscher, Nov. 2015
Wunderschöner Klassiker, schon optisch und geruchlich begeisternd, feine Beerenaromen mit etwas würzigem Schleier; am Gaumen große Eleganz mit trockenem Esprit, fast filigrane Art bei doch strukturiertem Charakter, lang, tief und stets anregend.
Anmerkung zur Trinkreife:
Meist wird der Brut Rosé zwischen 6 Monaten und einem Jahr nach dem Degorgieren getrunken. Danach wird die Flaschenvarianz größer und es kommt sehr auf die Lagerung an, ob der Inhalt in Bestform bleibt. Besser zur Geltung kommen bei jungem Sekt Frucht und Frische, bei längerer Flaschenreife Komplexität, Wärme und Mousseux. Wir degorgieren auch deshalb einmal im Frühjahr und einmal im Herbst, da die kühlere Jahreszeit wohl ein wenig mehr Reife und Cremigkeit verträgt.
Alk.: 13 %, brut