Der „Wahnsinn“ geht weiter
22. September 2003 | 19:44
Wieder 1 Woche mit strahlender Sonne und Tagestemperaturen um die 25-26°C! Wir haben letzte Woche die Lese des Sektgrundweines fortgesetzt. Die geernteten Pinot- und Chardonnay- Trauben hatten bei der Ernte Zuckergradationen um die 17-18° KMW. Wie jedes Jahr werden die Trauben in kleinen, stapelbaren Kistchen gelesen und dann sehr rasch ins Presshaus gebracht. Die Trauben sollten möglichst unversehrt in den Keller gebracht werden. Jegliches „Schmoren“ im eigenen Saft würde zu Oxydationsproblemen führen und die Qualität des fertigen Weines erheblich beeinträchtigen.
Bei ausgedehnten Märschen in den Weingärten – zu Fuß oder mit dem Bründlmayer-Weingartenbike – kann man die Ernte und die Entwicklung der einzelnen Lagen gefühlsmäßig erfassen und dadurch ein Bild der Ernte bekommen, das weit über das Erfassen der analytischen Werte hinausgeht. In einem ausgereiften Weingarten schmeckt jede einzelne Beere unwiederholbar einmalig, am nächsten Tag ist der Geschmack wieder ein anderer.
Und weil Wein nicht nur aus Zucker und Säure besteht, werden wir – trotz Prachtwetter und an und für sich schon sehr zufriedenstellenden Gradationen – das Tempo der Lese drastisch reduzieren und kühlere Temperaturen abwarten, um unsere Weissweine zu ernten.
Für diese Woche stehen junge Anlagen mit St-Laurent- und Zweigelttrauben am Programm (mit ca. 19° KMW = ca. 12,5% nat. Alk.)