Warten bis es trocken wird.
24. Oktober 2007 | 15:11
Wenn es wieder auftrocknet wird selektiv gelesen
Keine Sorge um Qualität aber um Menge
Die Blätter fallen von den Rebstöcken. Die Weinstöcke haben ihre Versorgung eingestellt. Die Trauben hängen nun frei und sind gut durchlüftet. Auch sind sie vom Stock durch eine korkartige Schicht im Stil quasi abgeschottet. Das bedeutet, das derzeit in den Boden gelangende Regenwasser hat keine Wirkung mehr auf die Beeren - auch außen hat die gesunde Beere eine wächserne Schutzschicht, die kaum vom Regen in Anspruch genommen wird.
Bei der derzeitigen Kälte ist auch noch kaum Edelfäule aufgetreten. In jedem Fall werden die großen Lagen erst gelesen, wenn die Trauben wieder abgetrocknet sind. Langsam, sehr spät und besonders selektiv werden die Weinleser vorgehen.
In diesem Stadium machen wir uns keine Sorgen um die Qualität: Die Trauben schmecken hervorragend feinfruchtig, mild und vielschichtig. Aber natürlich schrumpft die Menge: Wild, Vögel und J Spaziergänger tun das ihre, und bei der Lese wird ein erheblicher Teil der Trauben ausgesondert. Die allerwertvollsten Trauben werden eingenetzt, um sie vor dem Zugriff der "Feinschmecker" zu schützen.
Ein Jahr, in dem ein gewisses Risiko und der große Aufwand unumgänglich für Spitzen-Qualität bei den Lagenreserven sind.