Riesling Heiligenstein Alte Reben
2014
Marcus Hofschuster, Wein-Plus, Dezember 2015
Dieser Wein ist so einzigartig, so umwerfend, so nah an meiner Vorstellung von einem perfekten trockenen Riesling aus dem Heiligenstein: zurückhaltend, subtil, hochelegant, feingliedrig, bei näherem Hinsehen dann konzentriert, tief, komplex, mit einer Spannung wie die Drahtseile der Golden-Gate-Bridge und zugleich einer inneren Ruhe, die man bei Riesling nur sehr, sehr selten antrifft. Ein Wein, an den man sich mit kleinen Schlucken herantastet, die dann immer größer werden aus Spaß und/oder reiner Gier - und am Ende dann immer und immer kleiner, weil man sich vor dem Ende der Flasche fürchtet wie vorm jüngsten Gericht.
2013
Anfangs noch ein bisschen verkapselt, glockenklare Ananasfrucht und etwas Minze lugen aus dem „Versteck“ heraus, zart, subtil und vornehm; schon mehr Expression am Gaumen, konzentriert und hochelegant, die große Kraft äußert sich vorerst in ausgeprägter Engmaschigkeit, zahlreiche Facetten langsam preisgebend, Finesse pur, überaus lang, Potenzial für Jahrzehnte – ein großer Riesling kündigt sich an. (Viktor Siegl)
2012
Ein spannendes Frucht-Kaleidoskop, aus dem vollreife Marillen und Blutorangen noch hervorragen, überaus vornehm, multidimensional, dabei in keiner Weise übermächtig; druckvoll und fleischig, Riesling-Konzentrat, das in jedem Stadium neue Akzente preisgibt, unheimlich gebündelt, feinmaschig, dabei nie überladen, satter Schmelz und große Länge –Potenzial für Jahrzehnte! (Viktor Siegl)
2011
Noble Ausstrahlung und extreme Konzentration, wahrhaft aristokratischer Riesling, der schokoladige Fülle mit feinsten Nuancen verbindet, etwas Passionsfrucht und Mango spielen mit, aber auch der bekannte Pfirsichton, überwältigende Finesse bereits im Duft ankündigend; mächtig und doch feinstrahlig, alles schon früh im Lot, extraktsüß und gebündelt, lässt immer neue, helle Fruchtaromen aufblitzen, großer Riesling mit immensem Reifepotenzial.
(Viktor Siegl)
2010 (Verkostung Kutscher, Newsletter Oktober 2013)
Wunderschönes Sortenbukett mit nobler Patina, reife, gelbe Frucht mit edlem Charakter, kaum Botrytis, in jeder Phase interessant; am Gaumen voll fit, grandios inszeniertes Spiel aus Säure, Fruchtsüße und zarter Restsüße, die von Reife geprägte Rieslingnote vereint sich perfekt mit der Herkunft, saftig und animierend, süßsauer und pikant, große Riesling-Oper, zeitloser Charakter.
2010
Überaus noble Nase, die erst einige Nuancen preisgibt, darunter feinster Assamtee und etwas Blutorange, sehr dezent und nuanciert, offensichtlich kaum Botrytis-Einfluss, verspielt und eindringlich zugleich; überraschenderweise schon mehr Ausdruck am Gaumen, hier eher die exotische Melange ausspielend, auch etwas Mokka sowie mineralisch-salzige Untertöne, glockenklar und ungestüm zugleich, betont rassige Säure im langen Nachhall, ein Heiligensteiner Monument, das Jahrzehnte überdauern kann! (Viktor Siegl)
2009 (Viktor Siegl 2010)
Rauchig und vornehm, ein wahrhaft aristokratischer Riesling, der Ananas und dunkle Schokolade schon von Anfang an ausspielt, subtil und barock zugleich; exotisches Flair, in jeder Phase präsent und ausstrahlend, die mineralischen Grundtöne bleiben stets erhalten – ein großer Heiligensteiner, der trotz der monumentalen Reife stets Stil und Nuancen beweist, große Zukunft.
2008
Konzentrierter aber gleichzeitig eleganter und komplexer Riesling, Duft nach Honig und exotischen Früchten, auch mineralisch, am Gaumen eher Kern- und Steinobst, dezente Fruchtnoten, körperreich und vielschichtig, sehr dicht strukturiert, gut balanciert, langer Abgang, langes Leben.
2006 (Peter Moser, Falstaff)
Mittleres Gelbgrün. In der Nase zart rauchig-würzig unterlegte Tropenfrucht, feine Dörrobstanklänge, zart nach Quitten, gelbe Pfirsichfrucht, sehr vielschichtig. Am Gaumen sehr kraftvoll, saftige Steinobstnote, feines Säurespiel, feine zitronige Anklänge, sehr extraktreich, bleibt gut haften, exzellentes Reifepotenzial.
2005
Sehr konzentrierter und reicher aber gleichzeitig eleganter Riesling, intensiv nach Kern- und Steinobst duftend, auch mineralisch, rauchige Anklänge, viel saftige Frucht am Gaumen, fast füllig körperreich und kräftig aber sehr dicht strukturiert, langer Abgang, enormes Potential.
2004 (Kutschers Kostnotizen 01/07)
Leuchtendes, helles Goldgelb; in der Nase Marillenkuchen mit dickem Staubzuckerbelag; am Gaumen saftig, reif und füllig, wohlig und mollig, weich und geschmeidig, Alkohol in keiner Phase spürbar, ausbalanciert von wunderschöner Fruchtsäure, Steinobst mit einem Hauch Exotik und mineralischem Hintergrund, ergänzt von feinen Biskuitnoten, kraftvolle Noblesse mit viel Pikanz.
2004 (Viktor Siegl/Vinaria)
Überraschend offen im expressiven Duftspiel nach Ananas und Cox Orange-Äpfeln; Finesse und kristalline Frische bestimmen den Gaumen, tanzt trotz des beträchtlichen Alkohols leichtfüßig über den Gaumen und bleibt in jeder Phase vielschichtig, anhaltend und ausbaufähig - jeder Schluck ein großer Riesling.
2004 (Kutscher´s Kostnotizen, 94 Punkte)
Reife, elitäre Rieslingnase mit zarten Honiganklängen, feine Steinobstobertöne, klar und geschmeidig, zarte Botrytis, perfekte Duftinszenierung mit viel Reife; am Gaumen reif und fein gereift, pikanter Druck, wohltuend kraftvoller Einsatz, langer Abgang, erst am Beginner seiner Entwicklung.
2003 (92 P. in Kutschers Kostnotiz August 2013)
Leuchtendes Goldgelb; feine, reife Pfirsichfrucht, Pfirsich Melba, Steinobst pur mit cremigem Versprechen; auch am Gaumen wunderschöne Riesling-Patina, reif und gereift, nobel und gehaltvoll, perfekt positioniert, typisch für Sorte, Herkunft und Jahrgang.
2003 (Victor Siegl März 04)
Noch etwas verkapselt und zurückhaltend im noblen Duftspiel, Anflüge von Ananas und Honig, sehr dezent; am Gaumen taut die hochfeine Frucht nach weißen Pfirsichen und wieder Ananas schon etwas mehr auf, viele Facetten und hohe Finesse, beeindruckt mit messerscharfer Struktur und kristalliner Frische, sollte sich über viele Jahre hinweg zu einem großen Heiligensteiner entwickeln.
2002
Abgrundtiefe Würzenase, Ringlotten; wunderbar saftige Frucht, enormer Extrakt, geschliffen und fein, ein diskreter Langstreckenläufer von Format. ("A la Carte/Herbst 2003")
2002 ("Vinaria")
Hoch konzentrierte Nase mit viel Tiefgang, Zuckermelonen, Zitrusfrüchte und Hollerblüten, weiße Pfirsiche, deutliche Blütennoten, glockenklar; wunderbare Fülle, herrliche Frucht, unglaublich saftig und dicht, frisch, messerscharfe Struktur, präzise, vielschichtig, fruchtsüß, erinnerungswürdiges Finish.
2001 (Viktor Siegl, "Vinaria")
Das völlig Botrytis-freie Traubengut sorgt zunächst für nobles Understatement: dann aufgehend und nach gelben Pfirsichen und Melonen duftend, auch harzig- rauchige Anklänge; konzentriert und reich, ein komplexer Lager-Riesling, der entweder Dekantieren oder besser noch viel Geduld erfordert, ganz großes Potential.
1999 (Viktor Siegl, "Vinaria", "Alles über Wein", "Die besten Weine Österreichs", "Savoir-vivre")
Zuerst Steinobst, dann einen ganzen Kräutergarten in der Nase offenbarend; mineralisch und engmaschig, Terroir pur. Geballte Ananasfrucht und feine Kräuterwürze ergänzen einander im Geschmack; dicht, ja gebündelt; extraktsüß und anhaltend, enormes Lagerpotenzial - schlicht und einfach großer Riesling.
1999 ("Capital Weincompass", Mario Scheuermann)
Sattes Strohgelb. Am Gaumen eine geballte Ladung von Mineralität und Fruchtkonzentration, getragen von einem mächtigen Alkoholgehalt. Saftig, nachhaltig. Extrem langer und tiefer Abgang mit einem intensiven Ton von Bitterschokolade. Einer jener monumentalen neuen Rieslinge, der die herkömmliche Dimension dieser Rebsorte total sprengt. Einen solchen Riesling sollte man unbedingt dekantieren und aus einem großen Burgunderpokal genießen.
1999
Helles Gelb, Pfirsichfrucht mit roten Beerenaromen gewürzt, vollreife Noten, tiefe Mineralik, sehr große Länge. Enormes Lagerpotential ... ("Falstaff Weinguide 2000/2001")
1999
... weißer Pfirsich, Rucola, Limone, nuanciert, röstige Note; spektakulärer Gaumenauftritt, dynamisch, hochkomplex, mächtig mit Finesse, endloser Nachhall, grandios. ("Vinaria")
1999 (Kutscher's Kostnotizen)
Exotik pur im Duft, Mango, Papaya und Litschi, Staubzucker, mineralische Anklänge, dann immer mehr Weingartenpfirsich; am Gaumen noch mehr Fruchtkonzentrat, viel feurige Finesse, endlos lange Persistance, ein tolles, elegantes Riesling-Ensemble.
1998
Die sehr renommierte französische Zeitschrift: "Revue du vin de France" beschäftigt sich in ihrer März-Ausgabe mit einigen Vertretern der heimischen Szene und bescheinigt den österreichischen Weißweinen - und insbesondere den Grünen Veltlinern - in einem enthusiastisch verfassten Bericht "magische Kraft ... C'est magique!"
Riesling "Zöbinger Heiligenstein" - Alte Reben 1998: "... Strohgelb mit Goldeinschüssen ... Würzig, mit Honigaromen und Rosentönen ... Durch und durch trocken, vollkommen ausgeglichen: eine Meisterleistung! Dieser Riesling der Extraklasse sucht international seinesgleichen!
1998 ("Unser Wein 2000/2001", Vinaria)
Subtil und vielschichtig, zugänglich, viel Boden, Blüten, Akazienhonig, aber auch tiefe Würze, fein und zurückhaltend; voluminös, durchzogen von Würze und kompakter Struktur, hochfeine Säure, Mineralik und Finesse - ein großer Heiligenstein.
1997 (Kutscher's Kostnotizen)
Leuchtendes, helles Goldgelb; im Duft klassische Riesling-Ausprägung: klares Pfirsich-Marillen-Aromaspiel in reintönigster Form, verspricht Süße und Reife, cremig, sehr konzentriert und gebündelt; am Gaumen kongruente Eindrücke, wieder ein Frucht-Kraft-Paket, angenehmes Wechselspiel aus Frucht und Reifekonzentration.
1996 (Magazin "A la Carte")
Unglaubliche Nase: neben einem ganzen exotischen Fruchtkorb auch noch verführerisch-attraktives, hochfein-extraktsüßes Karamel! Am Gaumen fast ein Mammut von einem Riesling: Fülle, Wucht und Mächtigkeit, jedoch von einer bezwingenden Frucht wunderschön balanciert, keine Spur von Überüppigkeit; gewaltige Länge;
1996 (Kutscher's Kostnotizen)
Ein mulitaromatisches Konglomerat aus Steinfrucht, süßen Gewürzen und feinherber Kräuternote, dazu etwas Limone, perfekt und in höchstem Maße animierend; am Gaumen beeindruckend tief und substanzreich, ohne einen Augenblick lang zu mächtig zu wirken, viel Charakter und Ausdruck, Fruchteindrücke von Limone und grünen Pfirsichen bis zu üppig-reifen gelben Nektarinnen und Kriecherln, alles untermalt von Vanille und einer feinen Note nach frischen Blättern, unendlich lang, ausgezeichnete Struktur, öffnet sich mit der Luft immer mehr, großes Potential. Ein fundamentales Glanzstück des Jahrgangs.
1993 ("Vinaria")
... feine Süße, nach Weingartenpfirsich; jugendlich und geschmeidig, extrakttief, Finesse und Würze, komplex und nuanciert, ganz tief und reich, tolle Länge, jung.
1993
Konzentrierte Nase; offene, weiche Frucht am Gaumen; Reife, Wärme und Fülle vermittelnd, geschmacklich ein Konzentrat... ("Der österreichische Wein-Guide", Walter Kutscher)
1992 (Kutscher's Kostnotizen)
Helles, reduktives Gelb, herrliches Zitronenbukett, frisch und zeitlos, fruchtig und perfekt sortentypisch inszeniert; am Gaumen extrem frisch (für den säurearmen Jahrgang), angenehm adstringierend, betont jugendlich auch im gesamten Gaumenbereich;