Chardonnay 2015In den 80er Jahren gewann Bründlmayer Chardonnay auf der Weinmesse Vinitaly eine Verkostung der „besten Chardonnays der Welt“ (Veronelli), obwohl er eigentlich von einem deutschen Journalisten nur als „Pirat“ eingeschleust worden war. Dies kann als Auftakt zum weltweiten Interesse für Willi Bründlmayer Weine gelten. Der internationale Ausbaustil hat seither zu einer individuellen Ausprägung gefunden, mit fester Struktur und charmanter „österreichischer“ Frucht, wobei der Körper je nach Jahrgang einmal etwas fülliger und einmal etwas schlanker gehalten wird. Die Reben wachsen hauptsächlich in den Lagen Spiegel, Steinmassel und am Loiser Berg und stehen teils in der „Lyra-Erziehung“ (am Steinmassel), teils im Guyot-Drahtrahmen mit 5000 - 6000 Stöcken pro Hektar. Anfang September wird schon ein Teil der Trauben zur Sektherstellung herausgelesen. Die verbleibenden Trauben ergeben später einen sehr konzentrierten Wein, der von der Presse direkt in neue 300 Liter Barrique-Fässer aus österreichischer Eiche gefüllt wird. Das Holz stammt vom Manhartsberg und den umliegenden Wäldern, Glasweiner Eiche, Ernstbrunnerwald. Die Gärung erfolgt zum Teil in neuen 300 Liter-Fässern, die Hefe wird einmal wöchentlich aufgerührt (batônnage) – diese gibt wertvolle Inhaltsstoffe an den Wein ab, bindet das „Holzige“ und schützt die authentische Frucht des Weins. Nach 5-6 Monaten wird der Wein von der Hefe gezogen und zur weiteren Reifung ins große, neutrale Holzfass oder in den Stahltank umgefüllt. Die „malolaktische“ Gärung (Säureabbau) wird bei diesem Wein immer durchgeführt. |






