Erste Lage, Kamptal DAC Reserve
Der Boden in dieser Lage unterscheidet sich von allen anderen des Weinbaugebietes. Auf ca. 300 m Seehöhe haben sich kalkreiche, tonige Meeresablagerungen erhalten. Dieser Boden gleicht dem des berühmten Château Petrus im Pomerol, bringt einen extrem dichten Wein hervor, ist aber schwierig zu bearbeiten (sog. „Stundenboden“...eine entsprechende Bodenbearbeitung ist nur innerhalb bestimmter Zeiten möglich – der Boden ist meistens entweder zu trocken oder zu feucht für eine Bodenbearbeitung). Dieser Oberboden ruht wiederum teils auf Sand, teils auf Urgestein. Obwohl der Käferberg auch prädestiniert ist für Rotweine, trägt er einen alten Bestand von Grünen Veltliner-Reben, die eine außergewöhnliche Fülle, Konzentration, ja beinahe Süße erreicht. Die Höhenlage trägt auch in warmen Jahrgängen und bei später Lese zu einem guten Säuregerüst bei.
Der Wein wird kurz in 300 Liter-Holzfässern (2-3 jährigen) aus österreichischer Eiche ausgebaut und dann ins 2500 Liter-Holzfass (ebenfalls nicht neu) umgezogen.
Ertrag: 2500 Liter pro Hektar
Alk.: 13,5 %
Kostnotiz:
Sofort ansprechendes Bukett mit rotbeerigen Anklängen à la Himbeere, aber auch Mandarinenschale, fest und fruchttief, hat die Schwermut früherer Jahrgänge völlig abgelegt, saftig und verführerisch; beachtlicher Körper, aber nie überbordend, satter Schmelz und auch gehöriger Charme, ganz engmaschig, noble Expression und große Länge, ein Premium-Veltliner für viele, viele Jahre. (Viktor Siegl)
Speisenempfehlung:
Die Lagen-Veltliner im „Kamptal Reserve“-Stil sind vielseitig einsetzbar, etwa zu verschiedenen exotischen Gerichten, Curries, Wok, auch zu typisch österreichischen Spezialitäten wie Gebackenem, Schweinsbraten, Ente oder Leber, mit der Reife wächst die Fülle der Möglichkeiten. Auch zu Käse, Aufläufen, oder kräftigen Fischgerichten.
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