Erste Lage, Kamptal DAC
Die Reben am Steinmassel stehen auf Gföhler Gneis. Dieser klassische Urgesteinsboden (Glimmerschiefer) des südlichen Waldviertels ist typisch für viele Terrassenlagen des Kamptals, Kremstals und der Wachau. Ein Teil der Stöcke auf der Kuppe des Berges wachsen in der „Lyra – Erziehung“, einer von Willi Bründlmayer aus Frankreich adaptierten, Drahtrahmenerziehung, die die Laubwand teilt und so jedem einzelnen Blatt mehr Luft und Sonnenlicht zukommen lässt.
Der karge steinige Boden des Steinmassels ergibt kleine Beeren mit intensivem Geschmack. Beim Riesling lagern wichtige Geschmackskomponenten in den Traubenschalen.
Diese werden nur durch verlängerte Maischestandzeit oder durch längeres behutsames Pressen freigesetzt (bis zu 8 Std.). Das gilt für jeden Riesling.
Der Most vergärt im Stahltank und reift im Anschluß auf 5-10% der Feinhefe.
Ertrag: 4000 l/ha
Alk.: 12,5%
Kostnotiz:
Rauchiger Beginn, sowohl gelbe als auch weiße Pfirsiche, kühl-herbe Note; pikant und herzhaft bei mittlerem Gewicht, prickelnde Frische, durchaus muskulös, mutiger Säurerückhalt, tadellos, wird bald Trinkspaß bereiten. (Viktor Siegl)
Speisenempfehlung:
In der Jugend begeistert er als vielseitiger Speisenbegleiter – zu Meeresfrüchten, kalten und vielen warmen Vorspeisen, gegrilltem Fisch, Backhendl oder Wiener Schnitzel, Kalbs- und Schweinsbraten; einige Jahre gereift auch zu Fischen in weißen Saucen. Eine gute Alternative zu Rotwein bei Ente oder Gänsebraten, wenn das Fleisch nicht rosa gebraten, sondern völlig gegart wird. Passt zu fast allen (nicht zu scharfen) Gerichten der Asiatischen Küche. Hier verbessert die Reife eher die Eigenschaft als Speisenbegleiter.
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